Runder Turm1 | © 90Grad Photography/Hilger& Schneider Gbr

Vom 13.09.2022 bis zum 31.10.2022

Runder Turm

Güntherstraße 14, 56626 Andernach

Der Runde Turm in Andernach ist einer der eindrucksvollsten spätmittelalterlichen Türme in Deuschland. Er hat bereits 40 Jahre bestanden, bevor Amerika von Kolumbus entdeckt wurde.

 
Prächtig anmutend erkennt man schon von weit her das Wahrzeichen Andernachs - den „Runden Turm“.
Der spätmittelalterliche Wehrturm, einer der mächtigsten am Rhein, bereits zwischen den Jahren 1440 und 1453 erbaut, diente ursprünglich als Wart- und Wehrturm, sowie auch als städtisches, bürgerliches Gegenstück zur erzbischöflichen, kurfürstlichen Burg im Südosten der Stadt. Als Symbol des wiedererstarkten Bürgertums und Zeichen für Macht und Stärke gegenüber der Kirche finanzierten die Bürgerschaften der Stadt das Bauwerk, ohne Beteiligung des Erzbischofs.
Einen weiten Blick ins Rheintal bot sich der stetigen Wachmannschaft auf dem 56 Meter hohen Bauwerk, die neben Wach- und Feuermeldedienst auch die ankommenden Schiffe auf dem Rhein meldeten. Zusätzlich diente er auch als Lager für Verteidigungswaffen und als Gefängnis für als Hexen und Zauberer verfolgte Bürgerinnen und Bürger in den Verliesen unten im Turm. Die Legende erzählt, dass noch heute die Stimmen der gequälten Seelen rund um den Turm zu hören sind. Aber vor allem bewährte er sich in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai 1689. Der Turm widerstand einem Sprengversuch der abrückenden, französischen Truppen Ludwigs des XIV im pfälzischen Erbfolgekrieg und zeigte damit seine Stabilität und Sicherheit für die Stadt. Ein Ausbruch an der westlichen Feldseite des Turms vom Beschuss mit Schwarzpulver zeugt noch heute von dieser Standfestigkeit.
Danach verfiel der Turm im Laufe der Zeit, bis er Ende des 19. Jahrhunderts umfangreich renoviert wurde. Im August 1922 wurde dann erstmals eine Jugendherberge im oberen Bereich des Turms eingerichtet.
In den ursprünglich 4 Sälen mit ca. 80 Betten im Wehrgang wurden vom ersten Herbergsvater, dem Lehrer Georg- Heinrich Aschenberg jährlich um die 1000 Gäste untergebracht und betreut. Der Betrieb wurde erst 1935 eingestellt und die Herberge wechselte ihren Standort auf den Krahnenberg, Andernachs Hausberg. In den darauffolgenden Jahren nutzten die Nationalsozialisten den Runden Turm für ihre Zwecke.
Nach Beseitigung der Kriegsschäden eröffnete die Jugendherberge 1949 wieder ihre Pforten und verzeichnete über viele Jahre hinweg hohe Übernachtungszahlen. Mit der Schließung 1961 endete die Ära des über die Grenzen Deutschlands bekannten Übernachtungsort. Die Einrichtung der Räume entsprach nicht mehr den zeitgemäßen Standards, es gab einige Beschädigungen und somit war eine Unterbringung von Gästen nicht mehr möglich.
2003 wurde der Runde Turm zu seinem 550. Geburtstag umfangreich renoviert. Im Jahr 2006 gründeten viele engagierte Bürgerinnen und Bürger Andernachs einen Förderverein, welcher es sich auf die Fahne schreibt, das bedeutendste Bauwerk in Andernach zu fördern und für die nächsten Jahrhunderte zu erhalten.
Aus Anlass des hundertjährigen Bestehens des Deutschen Jugendherbergswerks im Jahr 2009 ist im Förderverein Runder Turm e.V. die Idee entstanden, zeitnah auch an die Jugendherberge im Turm zu erinnern. So wurde 2010 mit Unterstützung der Stadt der ehemalige Schlafraum Nr.1 durch Mitglieder des Fördervereins und sehr viel Eigeninitiative renoviert und mit eigenen Mitteln und Spenden in einen geeigneten musealen Zustand versetzt. Viele Original-Exponate des Jugendherbergsmuseums in Herdorf/Westerwald, fanden ein neues Einsatzfeld im Schlafsaal Nr. 1 im Wehrgang des Runden Turms. Seitdem öffnet der Förderverein jedes Jahr im August den Turm für interessierte Gäste und zur Erinnerung an die Jugendherbergszeiten, der Öffentlichkeit.
Über eine 2013 installierte Webcam https://www.runder-turm-andernach.de/webcam-f%C3%B6rderverein/ kam man jederzeit einen phantastischen Rundblick über Andernach und das Rheintal genießen, die bereits in vielen Bildern des berühmten, britischen Malers William Turner und des französischen Dichters Viktor Hugo beschrieben wurden.

Motto des Fördervereins Runder Turm e. V.
De ronde Tuur soll bleiwe
rond, rond on huh
Prächtig anmutend erkennt man schon von weit her das Wahrzeichen Andernachs - den „Runden Turm“.
Der spätmittelalterliche Wehrturm, einer der mächtigsten am Rhein, bereits zwischen den Jahren 1440 und 1453 erbaut, diente ursprünglich als Wart- und Wehrturm, sowie auch als städtisches, bürgerliches Gegenstück zur erzbischöflichen, kurfürstlichen Burg im Südosten der Stadt. Als Symbol des wiedererstarkten Bürgertums und Zeichen für Macht und Stärke gegenüber der Kirche finanzierten die Bürgerschaften der Stadt das Bauwerk, ohne Beteiligung des Erzbischofs.
Einen weiten Blick ins Rheintal bot sich der stetigen Wachmannschaft auf dem 56 Meter hohen Bauwerk, die neben Wach- und Feuermeldedienst auch die ankommenden Schiffe auf dem Rhein meldeten. Zusätzlich diente er auch als Lager für Verteidigungswaffen und als Gefängnis für als Hexen und Zauberer verfolgte Bürgerinnen und Bürger in den Verliesen unten im Turm. Die Legende erzählt, dass noch heute die Stimmen der gequälten Seelen rund um den Turm zu hören sind. Aber vor allem bewährte er sich in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai 1689. Der Turm widerstand einem Sprengversuch der abrückenden, französischen Truppen Ludwigs des XIV im pfälzischen Erbfolgekrieg und zeigte damit seine Stabilität und Sicherheit für die Stadt. Ein Ausbruch an der westlichen Feldseite des Turms vom Beschuss mit Schwarzpulver zeugt noch heute von dieser Standfestigkeit.
Danach verfiel der Turm im Laufe der Zeit, bis er Ende des 19. Jahrhunderts umfangreich renoviert wurde. Im August 1922 wurde dann erstmals eine Jugendherberge im oberen Bereich des Turms eingerichtet.
In den ursprünglich 4 Sälen mit ca. 80 Betten im Wehrgang wurden vom ersten Herbergsvater, dem Lehrer Georg- Heinrich Aschenberg jährlich um die 1000 Gäste untergebracht und betreut. Der Betrieb wurde erst 1935 eingestellt und die Herberge wechselte ihren Standort auf den Krahnenberg, Andernachs Hausberg. In den darauffolgenden Jahren nutzten die Nationalsozialisten den Runden Turm für ihre Zwecke.
Nach Beseitigung der Kriegsschäden eröffnete die Jugendherberge 1949 wieder ihre Pforten und verzeichnete über viele Jahre hinweg hohe Übernachtungszahlen. Mit der Schließung 1961 endete die Ära des über die Grenzen Deutschlands bekannten Übernachtungsort. Die Einrichtung der Räume entsprach nicht mehr den zeitgemäßen Standards, es gab einige Beschädigungen und somit war eine Unterbringung von Gästen nicht mehr möglich.
2003 wurde der Runde Turm zu seinem 550. Geburtstag umfangreich renoviert. Im Jahr 2006 gründeten viele engagierte Bürgerinnen und Bürger Andernachs einen Förderverein, welcher es sich auf die Fahne schreibt, das bedeutendste Bauwerk in Andernach zu fördern und für die nächsten Jahrhunderte zu erhalten.
Aus Anlass des hundertjährigen Bestehens des Deutschen Jugendherbergswerks im Jahr 2009 ist im Förderverein Runder Turm e.V. die Idee entstanden, zeitnah auch an die Jugendherberge im Turm zu erinnern. So wurde 2010 mit Unterstützung der Stadt der ehemalige Schlafraum Nr.1 durch Mitglieder des Fördervereins und sehr viel Eigeninitiative renoviert und mit eigenen Mitteln und Spenden in einen geeigneten musealen Zustand versetzt. Viele Original-Exponate des Jugendherbergsmuseums in Herdorf/Westerwald, fanden ein neues Einsatzfeld im Schlafsaal Nr. 1 im Wehrgang des Runden Turms. Seitdem öffnet der Förderverein jedes Jahr im August den Turm für interessierte Gäste und zur Erinnerung an die Jugendherbergszeiten, der Öffentlichkeit.
Über eine 2013 installierte Webcam https://www.runder-turm-andernach.de/webcam-f%C3%B6rderverein/ kam man jederzeit einen phantastischen Rundblick über Andernach und das Rheintal genießen, die bereits in vielen Bildern des berühmten, britischen Malers William Turner und des französischen Dichters Viktor Hugo beschrieben wurden.

Motto des Fördervereins Runder Turm e. V.
De ronde Tuur soll bleiwe
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Runder Turm

56626 Andernach Güntherstraße 14
Förderverein Runder Turm Andernach e.V.
Güntherstraße 14
56626 Andernach

Tel.: +49 2632 4564
Email: runder.turm@web.de
Web: http://www.runder-turm-andernach.de

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